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Gender-gerechtes Agroforstprojekt für nachhaltige Lebensgrundlagen, Klimaresilienz und Anpassung

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Spenden30000 €
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Nepal ist eine föderale demokratische Republik mit 29,6 Millionen Einwohnern. Das Land zeichnet sich durch eine große ethnische, geografische und sozioökonomische Vielfalt aus und umfasst 125 Kasten und ethnische Gruppen. Nepal ist nach wie vor überwiegend landwirtschaftlich geprägt, 65,6 % der Bevölkerung leben von der Subsistenzwirtschaft. Diese landwirtschaftlichen Systeme haben jedoch oft keinen Zugang zu verbesserten Technologien, Beratungsdiensten und Marktverbindungen. Infolgedessen ist die ländliche Armut weit verbreitet, und 25,16 % der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. In vielen Regionen herrschen nach wie vor hohe Ernährungsunsicherheit, Unterbeschäftigung und Abwanderung junger Menschen, was die Notwendigkeit einer Transformation des ländlichen Raums durch eine nachhaltige, regenerative und inklusive landwirtschaftliche Entwicklung unterstreicht.

Projektstandort

Das vorgeschlagene Projektgebiet ist die ländliche Gemeinde Mahakulung (RM) im Distrikt Solukhumbu in der Provinz 1 im Osten Nepals. Die Gemeinde besteht aus den fünf Bezirken Bung (zugleich Verwaltungszentrum), Cheskam, Pelmang, Tumau und Gudel (siehe hierzu auch Kartenübersicht im Anhang). Mahakulung hat insgesamt 11.847 Einwohner (Volkszählung 2021), darunter 5.870 Männer und 5.977 Frauen. Die Bevölkerungsstruktur ist jung: 32 % sind unter 15 Jahre alt, 61,6 % zwischen 15 und 64 Jahre alt und 6,4 % über 65 Jahre alt. Es gibt 2.646 Frauen im gebärfähigen Alter und 1.462 Kinder unter fünf Jahren. Somit sind statistisch gesehen 46,06 %, der Bevölkerung von den Erwerbstätigen abhängig. was eine erhebliche wirtschaftliche Belastung für die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter bedeutet. Spezifische Daten zu Landwirten fehlen, aber die Zahlen deuten darauf hin, dass die Landwirtschaft für die meisten Haushalte die Haupteinnahmequelle darstellt

Die Region liegt zwischen 1.100 und 2.800 Metern Höhe üN und bietet vielfältige agroökologische Zonen, die für den Anbau von Gemüse, Obst, Gewürzen, Holzpflanzen sowie Heil- und Aromapflanzen (MAPs) geeignet sind. Trotz dieses landwirtschaftlichen Potenzials gehört das Gebiet nach wie vor zu den abgelegensten und am stärksten benachteiligten Regionen Nepals. Die lokale Bevölkerung ist stark von Arbeitsmigration betroffen und von kleinbäuerlicher Landwirtschaft abhängig, wobei das Interesse an Agroforstwirtschaft als klimaresistente und einkommensschaffende Strategie zunimmt (Landkarte Distrikt RM mit den fünf wards.

Soziale, wirtschaftliche, politische und ökologische Probleme

Mahakulung steht vor vielfältigen und miteinander verbundenen Entwicklungsherausforderungen:

  • Die hohe Arbeitsmigration in das Ausland durch die Abwanderung von Männern (über 35 %) hat zu einer zunehmenden Feminisierung der Landwirtschaft geführt, wodurch Frauen die doppelte Verantwortung für die Bewirtschaftung der Felder und die Hausarbeit tragen, oft ohne ausreichende Fähigkeiten oder Entscheidungsbefugnisse.
  • Kleine Landbesitze, hauptsächlich im Besitz von Männern, die oft im fernen Ausland Geld verdienen (in der Regel weniger als 0,5 Hektar) und ungenutzte Ackerflächen schränken die landwirtschaftliche Produktivität und Skalierbarkeit ein.
  • Der Klimawandel wirkt sich bereits durch unregelmäßige Wetterverhältnisse, vermehrte Ernteausfälle, neu auftretende Schädlinge und Krankheiten sowie häufigere Naturkatastrophen auf die Region aus.
  • Eine schlechte Infrastruktur, insbesondere die Straßenanbindung, erschwert den Zugang zu Märkten, Schulen und Gesundheitseinrichtungen, wodurch die Gemeinden weiter isoliert bleiben und das Wirtschaftswachstum gebremst wird.
  • Die geringe landwirtschaftliche Produktivität und die übermäßige Abhängigkeit von traditionellen, regenabhängigen Monokultursystemen setzen die Gemeinden einer chronischen Ernährungsunsicherheit und Einkommensschwankungen aus.

Zielgruppe

Das Projekt wird ca. 3.000 Kleinbäuerinnen und -bauern direkt unterstützen, vor allem aus den wirtschaftlich benachteiligten ethnischen Gruppen der Kulung Rai und Sherpa. Zu den bereits im Vorprojekt einbezogenen 1.300 Kleinbäuerinnen und -bauern werden in diesem Projekt noch weitere 1.700 Kleinbäuerinnen und -bauern gefördert; davon sind ca. 1.800 Frauen und 1.200 Männer. Die Begünstigten erhalten auf ihre Bedarfe zugeschnittene Schulungen und technischen Input.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt – neben dem weiteren Aufbau des KAFRC – auf den fünf bereits existierenden Satelliten-Zentren in der Projektregion. Aus der direkten Zielgruppe werden 25 besonders engagierte und motivierte Modellfarmer (lead farmer) ausgewählt, die mit Hilfe des Projektes auf ihren landwirtschaftlichen Flächen Modellfarmen einrichten und die farmer field schools anleiten. Die Auswahl der Modellfarmer erfolgt partizipativ. Ziel ist es, in jeden der fünf Zentren 5 Modellfarmer zu gewinnen und auszubilden.

Diese Modellfarmer bilden die Grundlage für das vertiefte Enablement von insgesamt ca. 200 besonders motivierten und geeignete Frauen und Jugendlichen (inkl. der 25 Modellfarmer). Diese Gruppe wird gefördert durch Schulungen und zusätzliches Saatgut bzw. Setzlingen. Darüber hinaus werden sie unterstützt beim Aufbau von Home Gardens, also kleinen Gewächshäusern auf ihren eigenen Grundstücken. Sie sollen so in die Lage versetzt werden, langfristig den eigenverantwortlichen Betrieb der Gewächshäuser und eine Ausweitung des Baumfruchtanbaus sicherzustellen und dadurch regelmäßiges Einkommen generieren zu können.

Weiterhin werden die in der Projektregion existierenden 10 Grund- und Mittelschulen gefördert, in dem in jedem der Schulen ein agroforstwirtschaftlicher Schulgarten eingerichtet wird.

Die Auswahl der Begünstigten erfolgte in Abstimmung mit den lokalen Behörden, Bezirksämtern und gemeindebasierten Organisationen auf der Grundlage von Kriterien wie sozioökonomischem Status, Vulnerabilität, und bestehendem Engagement.  Die direkt Begünstigten leisten einen Eigenbeitrag in Form von Arbeitskraft.

Indirekt wird das Projekt über 9.000 Familienmitglieder sowie Jugend- und Kulturgruppen, Agrarkräften, Tierärzten und Besuchern der Demonstrationsstandorte zugutekommen. Weitere Auswirkungen werden sich auf externe Interessengruppen wie Lieferanten von Betriebsmitteln, Transportunternehmen, Käufer und externe Baumschulen erstrecken.

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